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2011 kein Viehtrieb in Wallmerod
0Dieses Jahr findet in Wallmerod kein Viehtrieb statt.
Das ist doch mal eine wirklich positive Entwicklung.
Ich wünsche den Veranstaltern für das geplante Hoffest am 17. und 18. September 2011 nicht nur Friede, Freude, Sonnenschein, sondern auch ein reges Besucherinteresse.
Neben einer Hüpfbug für die Kleinsten ist wohl auch ein Sternritt, ein Basar für Pferde- und Reiterzubehör und ein Ochsenbingo geplant.
Beim Ochsenbingo, oder auch Kuhfladen-Bingo genannt, wird ein Stück Wiese in Felder unterteilt. Die Spielteilnehmer können dann Wetten abgeben, in welches Feld eine dort weidende Kuh oder Ochse ihren Haufen, bzw. ihren Fladen fallen lassen wird.
Das nenn ich doch mal eine lustige und ungefährliche Alternative zum Viehtrieb!
Für den diesjährigen Nervenkitzel ist eine abendliche Feuershow geplant. Am Sonntag steht dann die traditionelle Schleppjagd auf dem Programm.
Ich möchte mich bei den Verantwortlichen / Veranstaltern für diese Entscheidung bedanken und wünsche ein wirklich gutes Gelingen!
Zweiwochenamt
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Zwei Wochen nach dem Viehtrieb in Wallmerod ist es ganz schön ruhig geworden, obwohl fast alle Fragen eigentlich noch offen sind. Die Gruppen auf WKW haben die Themen geschlossen und einige unliebsame Kritiker sind kurzerhand einfach ausgesperrt worden.
“……..finde er hat ziemlich genervt!!!!”, mit diesem Original-Zitat wurde die Diskussion dann einfach für beendet erklärt!
Mein Artikel hat hier im Blog, auf WKW und in meinem persönlichen Umfeld ganz schön hohe Wellen geschlagen. Ich gehe also davon aus, dass dieses Thema viele Menschen berührt.
Die Veranstalter haben mir gesagt, dass alle Rinder vor dem Viehtrieb tierärztlich untersucht wurden. Aber wie soll ich mir das vorstellen? Eine Tierärztin, die mit Stethoskop bewaffnet durch die Herde von 60 jungen Rindern und 2 “alten” Kühen stiefelt und jedes Rind persönlich untersucht?
Wenn das wirklich wahr ist, fände ich das echt klasse. Um das noch einmal deutlich zu machen, ich rede von einer Untersuchung, nicht von “nur in Augenschein nehmen”.
Zum Trainingszustand der Rinder wurde mir mitgeteilt, dass die Rinder den ganzen Sommer auf der Weide waren, und somit eine gewisse Grundkondition besaßen. Aber reicht das für einen 4-stündigen Viehtrieb? Auch wenn Pausen gemacht wurden und die Tiere Wasser bekamen, kann man auf einigen Bildern ganz klar die Dunstwolke über der Herde sehen. (Übrigens auch auf den Bildern aus 2009!) Wenn Rinder, die angeblich nur im Schritt 4 Stunden um Wallmerod getrieben werden derart erhitzt sind, denke ich, sind unsere heimischen Rinder für dieses Freizeitvergnügen nicht geschaffen! Hätte die Tierärztin, die ja die ganze Zeit über dem Viehtrieb beiwohnte, beim Anblick der erhitzten Herde nicht das frühzeitige Ende einläuten müssen?
Aber für mich stellen sich noch mehr Fragen, gerade im Hinblick auf den letzten schweren Unfall mit einem Planwagen bei der Burg Eltz im letzten Jahr, bei dem es sogar ein Todesopfer und viele Schwerverletzte gab.
Hatten die Fahrer der Traktoren alle einen Personenbeförderungsschein? Reicht ein mit Strohballen bestückter Anhänger als Sitzgelegenheit für Zuschauer wirklich aus? Wurden der technische Zustand der Zuschauerwagen vorher irgendwie offiziell geprüft?
Es war nun mal eine öffentliche Veranstaltung, mit öffentlicher Ausschreibung und jeder durfte teilnehmen. Es gab keine Zugangsbeschränkung! Es müssen doch bei so einer Veranstaltung bestimmte Sicherheitsrichtlinien eingehalten werden!
Auch wenn sie mittlerweile etwas in den Hintergrund gerückt ist, aber was ist eigentlich mit der Kuh passiert? Kann man auch in diesem Fall anhand der Ohrmarke eigentlich den Verbleib des Tieres rekonstruieren?
Auch wenn ich jetzt wieder mit Drohungen und Beschimpfungen zu “gespammed” werde:
Ich möchte wissen, ob es im nächsten Jahr einen weiteren Viehtrieb geben wird.
Wenn die Organisatoren das wirklich vorhaben, würde ich gerne im Vorfeld wissen, welche Vorkehrungen getroffen werden, um die Veranstaltung im nächsten Jahr sicherer zu machen.
Ich bin nicht der Einzige, der hier auf plausible Antworten wartet. Klärt endlich auf, anstatt hinter verschlossenen Türen die Sache ersticken zu wollen. Das schafft nur Nährboden für Spekulationen, Vermutungen und Mutmaßungen bei allen.
Rind beim Viehtrieb 2010 in Wallmerod verendet
60Was passiert, wenn 60 Hobbythek-Cowboys ca. 70 Rinder durch Feld und Flur hetzen?
Ist es da nicht schon vorprogrammiert das dabei ein Tier auf der Strecke bleiben musste. Aber was will man erwarten, wenn die Wochenend “John Waynes” mit Schlaufzügeln und Kandarre bewaffnet, auf durchgeknallten Arabern¹ über Stoppelfelder heizen, ohne Rücksicht auf Pferd und Rind.
Nach ca. 1 Stunde wurde das erste mal eine längere Pause eingelegt. Die Rinder bekamen Wasser und die Reiter konnten sich mit kalten Getränken den Staub aus der Kehle spülen. Aber anstatt auch dem Partner Pferd eine kurze Pause zu gönnen, wurden auf dem Stoppelfeld Rennen in Maximalgeschwindigkeit ausgetragen. Völlig egal ob der zentnerschwere Bierbauch dabei rhytmisch auf das Horn des Westernsattels platschte, oder der ganze Körper Lichtjahre hinter der schnellen Bewegung des Pferdes hinterher hinkte. Hauptsache der Mensch hatte Spaß. Nach 3 Stunden brach das Rind dann zusammen und verendete.
Nennt mich jetzt ruhig empfindlich, aber soviel Verachtung dem Tier gegenüber, habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Ich kann nur hoffen, dass sich diese Veranstaltung nicht wiederholt, und wenn doch, ja dann …..
¹) “durchgeknallter Araber” steht in meiner Beschreibung als Synonym für Pferde aller Rassen, die auch durch massiven Einsatz technischer Hilfsmittel die meiste Zeit völlig außer Kontrolle waren. So fiel es auch fast keinem auf, dass die heftige Arterienverletzung eines Pferdes durch den Tritt eines anderen Pferdes herbeigeführt wurde.







